Dos & Don’ts

Dos

Bleiben Sie stets aufmerksam und stellen Sie Ihre Reflexionsfähigkeit durch Fragen unter Beweis:

Sobald der Interviewer damit beginnt, Ihnen gegenüber das Problem zu skizzieren, sollten Sie seinen Ausführung mit größtmöglicher Aufmerksamkeit folgen. Nützlich ist es auch, das Gesagte mittels Notizen zu fixieren, Denkprozesse visuell aufzubereiten und an wichtigen Stellen Fragen zu stellen.

Denken Sie bei Ihrer Analyse stets strukturell:

Selbst die komplexesten Probleme lassen sich gut aufschlüsseln, sofern man dazu in der Lage ist, seine einzelnen Ebenen mental zu erfassen und in verschiedene Strukturen zu gliedern. Um die Ressource Zeit möglichst effektiv einzusetzen, sollten Sie Ihr analytisches Vorgehen genau planen.

Reden Sie nur überlegt:

Grundsätzlich gilt: Bevor Sie eine Äußerung treffen, sollten Sie sich gut überlegen, was Sie eigentlich sagen wollen.

Wählen Sie Ihre Worte mit Bedacht:

Auch wenn Sie viel zu erzählen haben, sollten Sie unbedingt dazu in der Lage sein, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und nur Informationen und Gedanken kommunizieren, die wirklich relevant sind.

Argumentieren Sie:

Die beste Weise, eigene Gedanken zu präsentieren, besteht darin, stichhaltige Argumente für sie zu finden. Deswegen sollten Sie bei Ihren Ausführungen nach Möglichkeit einer kohärenten Argumentationskette folgen, dabei aber auch auf etwaige Gegenargumente vorbereitet sein.

Zeigen Sie einen Sinn für das Ganze:

Blicken Sie über den Tellerrand hinaus und lassen Sie bei Ihren Ausführungen keinen Zweifel daran aufkommen, dass Sie die Thematik auch vor dem Hintergrund des Gesamtkontextes durchdrungen und gewürdigt haben.

Ziehen Sie die richtigen Schlüsse aus empirischen Daten:

Sofern Sie der Interviewer darum bittet, einige Berechnungen vorzunehmen, sollten Sie dazu fähig sein, die gewonnene Daten angemessen zu interpretieren und die richtigen, d.h. logische, Schlussfolgerungen aus ihnen abzuleiten.

Das Wichtigste kommt zum Schluss:

Denken Sie daran, dass Ihrer abschließenden Analyse große Bedeutung zukommt. Denn hier soll es Ihnen gelingen, den Interviewer von Ihren Thesen zu überzeugen.

Don'ts

Überstützen Sie nichts:

Für ein gutes Gelingen Ihrer Analyse ist es äußerst wichtig, das Problem richtig zu verstehen. Deswegen sollten Sie unbedingt Fragen stellen, falls an einer oder mehrerer Stellen etwaige Verständnisprobleme bestehen. 

Lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen:

Selbst wenn es einmal nicht so läuft wie Sie es sich vorgestellt haben, besteht kein Grund, in Panik zu geraten. Im Gegenteil: Bleiben Sie ruhig und atmen erst einmal tief durch. Beim zweiten Versuch lassen sich anfängliche Verständnisschwierigkeiten gewöhnlich beheben.

Seien Sie nicht stur:

Natürlich ist es gut, wenn Sie Ihre Ansichten mit einer gewissen Vehemenz können; allerdings sollten Sie es dabei nicht übertreiben. Denn sofern man Ihren Standpunkt argumentativ geschwächt oder gar widerlegt hat, müssen Sie unbedingt dazu fähig sein, rechtzeitig einzulenken.

Verschweigen Sie nicht, was Sie denken:

Vergessen Sie nicht, dass ein Interview immer als Dialog gedacht ist; das bedeutet, dass Sie eigene Ideen nicht verschweigen, sondern unbedingt auch zur Diskussion stellen sollten.

Seien Sie gedanklich nicht unflexibel:

Wir alle wissen, dass es für bestimmte Probleme vorgefertigte Standardlösungswege gibt; trotzdem ist es wichtig zu zeigen, dass Sie nicht davor zurückschrecken, auch Wege einzuschlagen, die zunächst unorthodox erscheinen.

Fällen Sie niemals vorschnell Urteile:

Wie erwähnt, besteht eine Schlüsselkompetenz darin, aus Informationen die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Nehmen Sie sich daher die Zeit und wägen Sie die einzelnen Argumente gründlich ab.

Ruhen Sie sich nicht auf Ihren Lorbeeren aus:

Selbst wenn Sie das Gefühl haben, einen Case sowie dessen Daten bereits zu kennen, sollten Sie stets wissen, dass es grundsätzlich fatal ist, deswegen in der Aufmerksamkeit nachzulassen. Besser ist es, sich die Mühe zu machen, einen eigenen Lösungsweg zu erarbeiteten, denn nur so können Sie zeigen, dass Sie den Herausforderungen gewachsen sind.

Setzen Sie sich nicht selbst unter Druck:

Selbstverständlich ist es gut, ein bevorstehendes Interview ernst zu nehmen; dies bedeutet jedoch nicht, dass man sich selbst unter Druck setzen sollte. Am besten ist es, wenn es Ihnen gelingt, ein Interview als Fachgespräch zu sehen, in dem es darum geht, Informationen miteinander auszutauschen.